Meine Großeltern, die Gegenwart und ich

Macher*in: Hannes Schilling, Berlin
Alter: 25 Jahre
Kategorie: „Generationenübergreifend“
Länge: 57:47 Minuten, DVD
Genre: Dokumentarfilm

Im Wettbewerb 2015:
3. Preis (400 Euro)

Inhalt:
Hannes weiß immer noch viel zu wenig über das Leben seiner Großeltern. Alte 8mm-Filme zeigen sie jung und voller Träume. Aber was ist von diesen Bildern geblieben? Er begibt sich auf eine Entdeckungsreise und lernt Oma und Opa noch einmal ganz neu kennen.

Jurybegründung:
Ein Glücksfall, dass es solche Filme gibt, die von gegenseitigem Respekt zwischen der älteren und der jüngeren Generation getragen sind und auch der älteren Generation eine Gegenwart mit emotionalen Krisen, stetigen Veränderungen und Entwicklungen zugestehen. Hannes Schilling hat seine Großeltern in Stralsund und Erfurt mit der Kamera besucht und sie auf diese Weise noch einmal neu kennengelernt. Sein Opa aus der Volksarmee der DDR kann mit dem anderen Opa, der als „Naturmensch“ nach dem Tod seiner Frau eine neue Liebesbeziehung mit einem „Stadtmenschen“ einging, in puncto Lebensfreude zwar nicht mithalten. Aber es zeugt von großer Kunst, die eigene Familiengeschichte so respektvoll, spannend und äußerst witzig Außenstehenden vermitteln zu können. Die Erzählung, der Kommentar und die Musik sind überaus stimmig – und sogar die Länge passt.

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