CHRIST/EL

Macher: Andreas Grützner, Hamburg
Alter: 54 Jahre
Kategorie: „Rebellion und Widerstand – Visionen für eine bessere Welt“ (Jahresthema)
Länge: 08:58 Minuten
Genre: Dokumentarfilm

Im Wettbewerb 2018:
Hauptpreis Jahresthema (1000 Euro)

Inhalt:
Autobiografisches Familienporträt, das im Kern die Frage nach dem Glauben stellt und aus Super8-Material und alten Tonbandaufnahmen aus den Jahren 1975 bis 1977 besteht.

Jurybegründung:
Nach dem Tod seiner Mutter beschäftigte sich der Filmemacher Andreas Grützner mit seinen selbstgedrehten Super8-Filmen aus den späten 70er-Jahren. Er wuchs damals in einem norddeutschen Dorf auf. Ausschließlich aus dem fertigen Material montierte er mit großem Gespür für Bildgestaltung und Dramaturgie den dokumentarischen Kurzfilm „CHRIST/EL“ – scheinbar beiläufig und unangestrengt und in einer spannenden Mischung aus nächster Nähe und abgeklärter Distanz. Dieser wuchtige, umwerfende Film reflektiert gleich mehrere Formen der Rebellion, etwa gegen eine Sekte und die Religion, gegen die Eltern und die Psychiatrie, vielleicht sogar gegen sich selbst. Mit lakonischem Kommentar setzt sich der Filmemacher kritisch sowohl mit der eigenen Herkunft als auch mit der damaligen Zeit auseinander. Ein Film von großer Tiefe und mit existenziellen Fragen über prägende Lebensentwürfe.

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