Jung und Alt ... des hot manchmol a Geschmäckle!?

Macher*in: Film AG + Besuchs AG der Realschule Maria Stern, Christine Kamlah, Nördlingen
Alter: 14 - 90 Jahre
Kategorie: „Generationenübergreifend“
Länge: 30:00 Minuten, DVD
Genre: Dokumentarfilm

Im Wettbewerb 2008:
Sachpreis gestiftet von Adobe Systems (Adobe Collection)

Inhalt:
Ein Dokumentarfilm über die Anfänge eines Besucherdienstes alter Menschen im Heim von Schülern einer benachbarten Realschule. Zuerst kommt die Initiatorin, eine Lehrerin zu Wort. Der zweite Schritt zeigt die erste Zusammenkunft der an dem Projekt interessierten Schüler. Hierbei werden die Erwartungen an das Projekt definiert. Das erste Treffen in der Einrichtung mit der Heimleitung findet statt. Das Interesse stößt hier auf große Zustimmung. Die ersten Begegnungen werfen tiefe Emotionen bei den Beteiligten auf. Anhand zweier Interviews wird deren Lebensgeschichte und das Verhältnis von Alt und Jung im Wandel beleuchtet. Die Geschichte des Heimes wird erforscht. Es gibt Gelegenheit für ein Feed Back. Die Idee hatte eine Lehrerin der Schule, deren Angehörige in dem Seniorenheim wohnte. Die Film AG begleitet die einzelnen Stationen der Entstehung und der ersten Erfahrungen der Besuchergruppe. Es soll gezeigt werden, welche Berührungsängste und Erwartungen anfangs vorhanden waren und wie persönlich der Kontakt sich dann entwickelte. Auch das Interesse an der Beziehung zwischen Jung und Alt im Laufe der Geschichte wurde geweckt.

Jurybegründung:
Keine einfache Sache, wenn zwölfjährige Schüler in ein Seniorenheim gehen, um dort mit alten Menschen zu sprechen und einen Besuchsdienst aufzubauen. Es ist aber nicht nur das von der Lehrerin initiierte Projekt, das überzeugt, sondern vor allem auch die filmische Umsetzung – als realitätsnahe Auseinandersetzung mit dem Altern im Heim und den damit verbundenen Problemen. Der Authentizität kommt zugute, dass die Schüler vor und hinter der Kamera zunächst etwas gehemmt und unbeholfen wirken und sich erst mit der Zeit gegenüber den Senioren unbefangener verhalten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kinder immer im Mittelpunkt stehen und am Ende des Films offen über ihre Erfahrungen mit dem Projekt berichten.

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